Häufig gestellte Fragen

Kann ich als Privatkunde direkt in der Parkettfabrik einkaufen?

Ja – bis vor kurzer Zeit haben wir keine Privatkunden beliefert, unsere Märkte sind überall auf dem Globus verteilt. Unsere Händlerkunden befinden sich beinahe in jedem Land in Europa, in China, Korea, USA, Russland, in insgesamt über 40 Ländern.

Nun haben auch Privatkunden die Möglichkeit zu sehr günstigen Konditionen direkt bei uns zu beziehen!

Was bedeutet „Pflegefrei“?

Geölte Fußböden müssen ständig gepflegt werden um nicht zu verschmutzen. Ständiges Nachfetten mit Fußbodenseife und immer wieder Pflegeöl ist zur Erhaltung notwendig. Unsere versiegelten Böden sind bei schonender Behandlung im Privatbereich im Prinzip pflegefrei, sofern man nicht Staubsaugen und Aufwischen als außerordentliche Pflege betrachtet. Dennoch empfiehlt es sich zum Wischwasser ein Reiningungsmittel hinzuzufügen. Das hilft beim Anlösen von Schmutz und erhält den Wert Ihres Bodens.

Im Fall von übermäßiger Abnutzung stellen wir entsprechende Mittel zur Verfügung, mit den Sie Ihren Boden wieder fast wie neu aussehen lassen können. Bitte beachten Sie, dass kein Parkettboden gegen mechanische Beschädigungen gefeit ist.

Sperrholzaufbau vs. 3-Schichtaufbau, was ist vorteilhafter?

Das von uns verwendete Sperrholz ist mit den selben modernen Leimen verleimt wie 3-Schichtparkett, entspricht der E1-Norm und ist somit völlig unbedenklich. Warum sollte ein Aufbau auf Sperrholz dann von Vorteil sein? Die Antwort ist einfach. Ein Dreischichtaufbau ist nicht homogen, die Elemente dehnen sich unter Feuchtigkeitseinfluss nicht gleichmäßig in alle Richtungen aus. Speziell bei schwimmender Verlegung sind oft unschöne Dehnungsfugen notwendig. Die können Sie mit einem Aufbau auf Birkensperrholz vermeiden.

Das Trägermaterial ist durchgehend massiv und kein Stäbchenaufbau, mit Lücken zwischen den Stäbchen. Somit ist es druckfester und man kann, im Fall der Fälle, beinahe bis zur Leimschicht abschleifen, ohne dass man befürchten muss, dass man durchbricht.

Birkensperrholz weist in etwa dieselbe Dichte wie Eichenholz auf. In der Kombination entsteht ein äußerst stabiler Boden, der noch dazu die Leistung Ihrer Fußbodenheizung optimiert. Wir verwenden nur geprüftes Birkensperrholz aus Betrieben, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft beziehen.

Parkett im Badezimmer – geht das?

Ja – Alle Produkte mit Ölsiegel können Sie auch bedenkenlos im Badezimmer verwenden, sofern Sie darauf achten, dass nicht Wasser von der Wand in den Unterboden eintritt. Wir empfehlen die Stirnseiten vor der Verlegung noch einmal mit Pflegeöl zu behandeln.

Weshalb verkaufen wir unsere Böden nicht online - so wie das viele Händler machen?  

Ein ausführliches Beratungsgespräch dauert dauert etwa eine Stunde, manchmal auch länger. Seriöse Beratung ist uns wichtig, Ihre Kundenzufriedenheit unser oberstes Ziel. Daher verkaufen wir unsere Böden nicht online, denn selbst umfangreiche Informationen auf einer Website können eine kompetente Beratung nicht ersetzen.

Warum haben unsere Böden kein “Click”-Profil, sondern traditionelle Nut & Feder?

Nut & Feder hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Seit Beginn der 2000-er Jahre sind “Click”-Böden in Mode. Zuerst bei Laminat, nun auch bei Parkett. Die Industrie suchte damals händeringend nach Innovationen, um nicht Marktanteile an Laminat und andere Imitationen zu verlieren. Dies allerdings zum hohen Preis der Qualität. Bei vollflächiger Verklebung haben diese Produkte keinen Vorteil zu Nut & Feder, bei schwimmender Verlegung tendieren diese Beläge, nach einer gewissen Zeit äußerst unangenehm zu knarren. Einen Bericht darüber finden Sie hier: Boden Wand Decke

Wie pflege ich meinen Parkettfabrik-Boden richtig?

Die meisten unserer Produkte, sind praktisch pflegefrei. Bis auf Saugen und mit Wasser Aufwischen müssen Sie hier gar nichts beachten. Selbstverständlich können Sie nach Wunsch aber auch Pflegemittel verwenden. Geölte sowie mit Ölsiegel versehene Oberflächen pflegen Sie mit unseren Pflegemitteln, die Sie in unserem Onlineshop erwerben können.

Was unterscheidet mehrschichtiges Duo-X von 3-Schichtparkett, wie Sie es in jedem Baumarkt bekommen?

Nicht der Preis, die Qualität steht im Vordergrund. Bei einer zu erwartenden Nutzungsdauer von 30-50 Jahren sind ein paar Euro Preisunterschied unerheblich.  Wir suchen die von uns verarbeiteten Hölzer sorgfältig aus und trocknen sie schonend. Wir kennen die Herkunft unserer Hölzer, meist auch die Lieferanten und deren Familien und respektieren die Natur, die uns diesen wunderbaren Rohstoff schenkt. Daher wurden wir von FSC mit dem FSC-Siegel ausgezeichnet.

Was kosten unsere Böden?

Wie schon erwähnt, bei uns steht die Qualität im Vordergrund, nicht der Preis. Wir sind international tätig und exportieren mehr als 90 % unserer Produkte. Die Kostenvorteile geben wir auch an unsere Kunden weiter. Hochqualitative Landhausdielen finden Sie bei uns schon ab € 29,– exkl. MWSt.

Verlegen wir auch?

Wir sind Produzenten, verlegen aber nicht selbst. Die Grazer Parkettfabrik arbeitet mit namhaften Bodenlegern zusammen und vermittelt gerne diese Arbeiten. Auch einer Selbstverlegung steht nichts im Wege, alles nötige Zubehör können Sie bei uns beziehen.

7 Schichten Lack oder 2 Schichten Lack oder Ölsiegel - was ist besser?

In Wirklichkeit ist es nicht eine Frage der Schichten, sondern wieviel Schutzmittel (Lack oder Öl), wie wird es gehärtet und wie wird es aufgetragen.

UV-Lacke, wie die Industrie unter teils sehr blumigen oder technischen Namen Standardlacke verkauft, sind eigentlich low-cost Massenprodukte, die im Walzverfahren aufgetragen,anschließend mit UV-Lampen getrocknet werden, damit sie gleich und ohne Wartezeit verpackt und versendet werden können. Das spart Zeit und Geld – auf Kosten der Qualität, wie wir meinen. Der Autor dieser Zeilen hat jahrelang Parkett mit 7 Schichten in industriellem Maßstab hergestellt.

5, 6 oder (manche schreiben „bis zu“) 7 Schichten nur deshalb, weil eine Walze eben nur ein paar Gramm auf einmal auftragen kann.  Am Ende sind es ein paar Gramm pro m2 und die „Ultraprostrongtrendfinish“ oder so ähnlich, ist aber am Ende nur das, was alle machen und einen, möglichst englischen Namen trägt.

UV-Lacke sowie haben aber noch ein paar gravierende Nachteile, z. B. dass der Kunde sie nicht lokal reparieren kann. Er kann nicht eine oder ein paar Dielen nachversiegeln. Er muss den ganzen Boden abschleifen (was bei 2,5 mm Decklage auf weichen Fichtenstäbchen oder gar Pappelholzunterlage nicht möglich ist) und somit ist der Boden de facto nicht wirklich renovierbar, schon gar nicht mit überschaubaren Kosten. Weiters neigen diese Produkte dazu, dass sie schnell unvorteilhaften Ausbleichungen unterliegen, nach einiger Zeit einfach nicht mehr ansehnlich sind.

Wir verfolgen einen anderen Weg! 

Nicht die für uns kostengünstigste Massenherstellungsmethode ist unser Ziel, sondern ein langlebiges, reparierbares, pflegeleichtes oder gar pflegefreies Produkt – solange man saugen und aufwischen nicht als Pflege definiert. Wir spritzen und gießen unsere Öle und Lacke, damit wir mehr auftragen können als die Industrie das tut, trocknen mit Luft statt schnell mit UV-Licht.  

Unsere Holzböden sind gut investiertes Geld, wenn man bedenkt was bei kurzlebigen Produkten das Entfernen, Entsorgen, neu Verlegen eines Bodens kostet. Dies alles abgesehen vom ästhetischen Standpunkt.

Überzeugen Sie sich selbst in unseren Schauräumen in Graz und Wien.

Öl oder Lack – was passt für mich?

Öl ist nicht gleich Öl, ebenso ist Lack nicht gleich Lack. Unsere Öle sind sorgfältig ausgewählt und basieren ausschließlich auf natürlicher, pflanzlicher Basis. Ein geölter Boden verlangt nach regelmäßiger Pflege. Im privaten Bereich bietet sich daher unsere Ölsiegel-Oberfläche an, die praktisch pflegefrei ist – nun auch in der Kollektion  „klassische Landhausdielen“ Standard. Ihre Unempfindlichkeit gegen quasi alle im Haushalt verwendeten und anzutreffenden Flüssigkeiten ist unübertroffen. Selbst wenn Sie eine Flasche Kernöl fallen lassen, stellt das für unser Ölsiegel kein Problem da, ebenso wenig, wenn Ihr Hund vor lauter Aufregung ein paar Tropfen “vergießt”.

Unsere Lacke sind keine billigen UV-Lacke, die bereits nach sehr kurzer Zeit “alt” aussehen und sehr stark zum Verbleichen neigen. So tragen wir auch nicht nur, wie in der Industrie üblich, rund 35-60 Gramm Lack auf, sondern rund 180 Gramm pro m2. Jede Schicht wird an der Luft getrocknet, die Elastizität bleibt dadurch erhalten und Sie werden viele Jahre Freude mit Ihrem Boden haben, ganz ohne aufwendige Pflege.

Fußbodenheizung – warum unsere Dielen gerade dafür entwickelt wurden

Viele Häuser sind mittlerweile mit Fußbodenheizung ausgestattet. Damit diese optimal funktioniert, sollte der verwendete Bodenbelag möglichst kompakt sein und nicht zu sehr isolieren. Andernfalls würde die Wärme nur zu einem kleinen Teil dort ankommen, wo sie gebraucht wird – an der Oberfläche. Für Duo-X verwenden wir als Trägermaterial ausschließlich wasserfestes Birkensperrholz. Es hat den Vorteil, dass es wesentlich schwerer ist als das Trägermaterial von 3-Schichtparkett, das meist aus Fichte oder gar aus billigem Pappelholz (immer aus China) besteht. Diese Produkte beeinhalten viele Lufteinschlüsse, zwischen den Stäbchen, aber auch im leichten Holz und Luft ist bekanntlich ein hervorragender Isolator. Vergleichen Sie das Gewicht einer unserer Dielen mit dem einer 3-Schichtdiele und Sie werden den Unterschied spüren.

In einigen Ländern, z. B. auch in Österreich, ist es Vorschrift Parkettböden vollflächig mit dem Untergrund zu verkleben, schwimmende Verlegung ist aus gutem Grund nicht zulässig. Das hat sich nun seit über 20 Jahren bewährt, daher raten wir vor schwimmender Verlegung ab, auf Fußbodenheizung gar verboten. Die Wärmeleitfähigkeit würde massiv verschlechtert werden und somit die Heizkosten in die Höhe treiben.

Reaktivbeizen – warum gibt es natürliche Farbunterschiede?

Bei Reaktivbeizen handelt es sich um Beizen, die mit den Tanninen (Gerbsäuren) im Holz reagieren. Es kommen keine oder wenige Pigmente zum Einsatz. Da jedes Brett unterschiedlich viel Tannine hat – dies kann sogar innerhalb des Baumes stark variieren – , entstehen natürliche Farbunterschiede. Dies macht den besonderen Charakter aus und ist ein gewünschter Effekt. Pigmentbeizen, die auf Pigmenten basieren, haben deshalb nie die natürliche Wirkung einer Reaktivbeize.

Welche Verlegearten gibt es? Warum ist schwimmende Verlegung nicht zu empfehlen?

Wir empfehlen die vollflächige Verklebung, da verklebte Böden wesentlich länger leben und nicht einer ständigen mechanischen Belastung durch einen nachgiebigen Unterboden ausgesetzt sind. Dies hat auch ästhetische Vorteile, da der Boden nicht “schwingt” und somit auch die Konstruktion nicht unnötigen mechanischen Belastungen ausgesetzt ist.

Wie bereits oben “Fußbodenheizung” erwähnt, ist die schwimmende Verlegung auf Fußbodenheizung in vielen Ländern nicht gestattet und wird daher von uns auch ausgeschlossen.

Flecken durch Wasser oder andere Flüssigkeiten – wie kann ich das vermeiden bzw. was muss ich tun?

Unser Ölsiegel ist gegen Flüssigkeiten völlig unempfindlich. Geölte Böden müssen gleich aufgewischt werden, damit keine Flecken entstehen.